Marokko 2015 Motorradrallye

München +++ Monaco +++ Marrakesch

Donnerstag, 14. Mai 2015

Die Rallye geht los



Okay, das mit den Bayern hat irgendwie nicht geklappt. Gewonnen und doch raus aus der CL. Na wenigstens können die Madrilenen das nachvollziehen...




Gestern ging’s dann endlich los. Noch schnell die Wohnung gesaugt, letzte Rechnungen gestellt und dann die Maschinen bestiegen. Vor uns lagen 450 km bis Burgthann bei Nürnberg. Vorbei an unendlich weiten Rapsfeldern, und glücklicherweise bei bestem Wetter sind wir dann zur Abendbrotzeit am Fusse der Burg Thann eingetrudelt.

Das Essen war fränkisch üppig. Die Bierglasdeckel waren allerdings neu und haben ob dieser copyright geschützten Innovation verblüfft.

... abfaaahhhhn...

 
...im Schatten der Burg Thann...

... da soll echt ein Patent drauf sein...



Heute Morgen haben wir fast verschlafen. Aber was heisst das schon...? Ist doch Urlaub. Ein letzter Blick auf die Burg und ab geht’s.  Also wieder den ganzen Tag vorbei am Raps und erstmals auch am Hopfen bis München auf Landstrassen.

3 Kilometer vor unserem Treffpunkt setzte dann Regen ein, ein fieser Landregen, der eine Intensität hatte, die uns an so was wie schlechtes Wetter denken liess. Dabei hatten wir das doch nun echt nicht gebucht.





Eine ganze Reihe Afficionados waren schon eingetroffen und sassen den Regen in der griechischen Taverne aus bei Lammkotletts und überbackenem Feta. Die Startnummern wurden verteilt, eine kleine Willkommensrede gehalten und die Roadbooks verteilt. 





Start frei



Und siehe da, der Regen verzog sich rechtzeitig zum Start und so konnten Marco, Jörg, Andrea, ich, Martina, Peter und Frank gegen 16:00 h Richtung Süden aufbrechen. Obwohl wir alle Regenklamotten getragen hatten, war es bis Sterzing trocken. und da sitzen wir nun bei Bier und Pizza und planen unsere Strategie für die nachsten Tage,damit wir gewinnen... 





Und so wird das Wetter in Zukunft:




Dienstag, 12. Mai 2015

Morgen geht´s los

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein Riesenschritt für uns...

Martinas neues Garmin Zumo
 Das Gröbste haben wir hinter uns. Nach Wochen des unbeschreiblichen Chaos in der Bude nun gähnende Leere. Plötzlich sind Muster und Farbe des Teppichs wieder zu erkennen, eine einsame Staubmaus wartet unruhig und voller Furcht auf den Staubsauger. 



Das Beladen unserer Maschinen verlief erstaunlich unspektakulär. Wie schon die Duzende Male vorher, gestaltete sich die Packerei als durchweg routiniert und harmonisch, obwohl unsere Moppeds schon ziemlich dicht nebeneinander standen, was ja ´ne Menge Potential für Kabbeleien liefert...




Natürlich will auch ich Euch nicht meine neuen Reifen vorenthalten, so wie fast jeder der Mitfahrer schon mindestens ein Angeberfoto von seinen neuen Schlappen gepostet hat. Martina hat auch schon Platz für ihren Rallye-Sticker gefunden, für die Startnummer muss sich Veranstalter Martin dann eben was anderes einfallen lassen. 



Die Übernachtung in Burgthann morgen Abend ist auch schon gebucht, die Küche verspricht allerlei fränkische Spezialitäten. 

letztes Jahr in Franken: hat nichtmal 6 € gekostet und reichte für 3 Tage


 Gleich gibt´s die letzte Impfung und dann muss Bayern nur noch 4:0 gegen Barcelona gewinnen, dann ist alles gebongt.



Mein nächster Post kommt dann schon von der Reise selbst.









Donnerstag, 7. Mai 2015

Die Nordlichter scheinen immer heller

Die Nordlichter, das sind Peter, Martina und ich. Wir bilden ein Team zusammen mit den Sternen des Südens. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen. 

Peter und Martina


Gestern haben wir den Kaufvertrag für unsere neue Wohnung unterschrieben. Damit ist eine große Geschichte noch geradeso rechtzeitig vor unserer Rallye vom Tisch. 



Mein Mercedes ist auch endlich beim Auktionshaus eingetroffen. Alle Arbeiten sind rechtzeitig fertig geworden, jetzt liegt alles Weitere in den Händen der Bieter. Und die Auktion wird stattfinden im Juni während unserer Rückreise.



Unsere Spendenaktion war jedenfalls ein Riesenerfolg. In der letzten Zeit ist die Summe praktisch täglich um 1.000,- € geklettert. Echt toll.

Jetzt beginnt das Feintuning. Internationaler Führerschein ist heute morgen noch besorgt. Getöntes Visier habe ich auch schon, SPOT Tracker ist aktiviert, alle Akkus sind geladen, alle Papiere für die Akkreditierung sind ausgedruckt. Die grobe Strecke ist schon auf den Landkarten eingezeichnet, auch wenn wir das Roadbook noch gar nicht haben. Grüne Versicherungskarte für Marokko ist auch da.


MA steht für Marokko


Ich muss noch die Koffer packen, den Scott Oiler befüllen, Martinas neues Garmin Navi anschliessen, noch einen Besuch in Osnabrück einschieben und mich am Dienstag ein letztes Mal impfen lassen. 

Martina muss noch alles. Und nebenbei noch arbeiten. 

...so oder so ähnlich arbeitet Martina immer...

 Ihr seht, wir langweilen uns nicht gerade.

Jetzt gehe ich mit den Enkeln noch schnell ´ne Pizza vertilgen und übergebe Tochter Sophia ihr Geburtstagsgeschenk.

Noch 5 Tage.


dafür gäb´s ja jetzt Punkte



gepflegte Spezialitäten der Region

Spanien 2005

...und auf den Wein aus Rioja freue ich mich besonders...

... wie gesagt: noch 5 Tage!


Freitag, 1. Mai 2015

... noch 13 Tage





Toll. Heute haben wir schon mal die Restaurant-Vorschläge der Rallyeleitung für das abendliche Dinner mitgeteilt bekommen. Nur in Apt in Südfrankreich ist noch kein Happi-Tempel zu empfehlen. Skandal.



Was ist das überhaupt für eine Wettfahrt, an der wir da teilnehmen? Die Idee dahinter ist, dass wir Spendengelder sammeln für ein SOS-Kinderdorf in der Nähe von Marrakesch in Marokko. Die von uns gesammelten Spenden werden dann noch einmal vom Veranstalter in gleicher Höhe draufgelegt. So sind bis jetzt über 12.000,- € zusammen gekommen. Damit lassen sich in Marokko ´ne Menge Schulbücher besorgen... Jetzt ist es natürlich müßig, eine Prioritätenliste für die größte Notwendigkeit für Spenden weltweit zu erstellen... aber klar ist: überall wird Unterstützung gebraucht.



Wer also noch einen kleinen Beitrag dazu leisten möchte, möge bitte auf diese Webseite klicken: www.africa-quest.com/charity.php



Derweil schreiten unsere Vorbereitungen zügig voran. Komisch nur, dass man immer erst im kompletten Chaos versinken muss, bevor sich dann am letzten Tag alles in der Wohnung aufklart.



Marco, der Gute, hat sich der Navigation angenommen, damit wir hoffentlich zweifelsfrei wissen, wo´s langgeht...



...Andrea hat uns ein einheitliches Outfit in Form von T-Shirts beschafft.





Wir haben schnell noch unsere Versicherung gewechselt, damit wir an eine Grüne Versicherungskarte für Marokko gelangen. Ausserdem haben wir uns jetzt ein zweites Mal bei Globetrotter pieksen lassen gegen Tollwut. Ist schon superbequem, dass ein Outdoorspezialist auch noch eine Impffiliale der Charité im Hause hat...




Bei Globetrotter...




Dienstag, 28. April 2015

Die heisse Phase der Vorbereitung

Es begab sich aber zu der Zeit, da Andrea uns vor etwa einem Jahr, wir hatten quasi noch den Wüstenstaub der Atacama in den Ohren, diesen Rallye-Virus einpflanzte. Und siehe da, alle wollten wieder mit, auf dass sich Ruhm und Erfolg mehre bei denen, die ganz vorne liegen werden...

Naja, die Schuldige für dieses Projekt war also schnell ausgemacht. Andrea wusste aber auch ziemlich genau, auf welch fruchtbaren Boden ihr Vorschlag fallen würde. Jetzt sind wir also mit Frank, Marco, Andrea und Jörg die Gruppe "Stern des Südens" und mit Peter, Martina und mir die      "Nordlichter".

Noch vor einer Woche trafen Frank, Jörg und ich in der Nähe von Bayreuth einige Mitstreiter auf dem Vorbereitungstreffen. Was wir nun genau auf der Rallye zu erwarten haben, steht hier: africa-quest.com. 



Während die ersten schon die Himmelbett-Grundausstattung verbaut, die Espresso-Maschine installiert und das nötige Kartenmaterial studiert haben, habe ich meiner Maschine  noch schnell neues Schuhwerk genehmigt. 








Ob ich damit in Italien fahren darf, weiss ich immer noch nicht. Und wieso ich diesen blöden Aufkleber im Sichtbereich anbringen und mich möglicherweise daran halten muss, erschliesst sich mir nicht. Das beraubt mich doch von vornherein aller Siegchancen. Da ist ja jede Wanderdüne schneller.



In den nächsten Tagen werde ich jedenfalls über die Fortschritte unserer Vorbereitung berichten, immer in unmittelbarer Nachbarschaft zu unseren anderen Projekten wie Wohnungskauf, Autoverkauf und Arbeit. Gleich geht´s zu Globetrotter zur 2. Tollwutimpfung...






So sah es übrigens vor 13 Jahren in Tunesien aus.