Marokko 2015 Motorradrallye

München +++ Monaco +++ Marrakesch

Dienstag, 14. Januar 2014

T minus 48 hours



Allmählich werde ich nervös... Der Rallyeanzug von BMW ist noch nicht da, die Koffergriffe von Touratech auch nicht. Morgen ist der letzte Tag, danach muss ich die Sachen nach Valparaiso schicken. Muss auch gehen...





Dies ist mein allererster Moppedtrip, Westafrika 1989












... und dies ist die allererste Verletzung schon nach etwa einer Stunde, weil wir ja so gar keine Schutzkleidung tragen. Die Narbe hat Martina noch heute










 Derweil stöbere ich in meinen alten Fotos und lasse nochmal Revue passieren, wie das damals alles anfing mit der Motorradfahrerei und wo Martina und ich überall so rumgegondelt sind im Laufe unserer langen Biker-Karriere.

Guinea 1990, Martina auf 'ner 80er ohne Fuehrerschein


 
Australien 1992






Ghana 1993
















Tunesien 2002
















Griechenland 2003
Pyreneen 2005





Spanien 2005













Rumaenien 2006





                       Achtung Wildwechsel, USA 2006













Baltikum 2007














Argentinien 2010

Morgen werde ich die Maschine noch penibel waschen, damit kein Zöllner auf Quarantäne oder so’n Quatsch kommt... Und abends geht’s zum Vortrag von Erik Peters, der gerade in den USA war.


Freitag, 3. Januar 2014

Hardware



Endlich hat das exzessive Feiern ein Ende. Das Jahr 2013 hat es extrem gut gemeint mit den Arbeitnehmern, aber wer nimmt schon Arbeit...?

Ich habe noch knapp 2 Wochen für die Vorbereitung meines Motorrads. Das Meiste ist schon installiert, ich muss eigentlich nur noch den Tank leerfahren. Ein Autozugticket habe ich heute auch noch bekommen.

Im Einzelnen sieht meine Maschine diesmal so aus:

BMW F 800 GS
Touratech Zega Pro Koffer
Touratech TracTive Federbein
nie mehr ohne... Scottoiler
Heidenau hat die Reifen spendiert
In Deutschland verboten. Scheinwerferschutz
Steckdose mit Dauerstrom, abgesichert
Abgesicherter Anschluss der Heizkleidung
Touratech Sitzbank hoch
Motor- und Umfallschutz von BMW





Ich möchte mich bei allen Sponsoren noch einmal ausdrücklich bedanken.

Freitag, 27. Dezember 2013

Patagonische Winde



So. Weihnachten ist geschafft. Ich weiss nicht, wie es Euch immer ergeht, aber ich bin danach jedes Jahr völlig erledigt. Wie immer “keine Geschenke”, sieht man vor lauter Geschenkpapier, Schleifchen und bunten Schlickertellerchen kaum noch den Weihnachtsbaum, dessen nunmehr einzige Aufgabe darin besteht, die echten Wachskerzen an ihrem Platz zu halten. Nach dem Kaffeetrinken mit Tonnen von Christbaumstollen und dem Abendessen mit Lammkeule oder Diepholzer Gans passen gerade noch ein paar Dutzend selbstgebackener Vanillesterne mit Puderzucker in den ohnehin schon arg gespannten Ranzen. Bei soviel Festtagslaune und Champagnerschlürfen geht manchmal auch das einzig wirklich tolle Geschenk unter, über das ich eigentlich ein paar Worte verlieren wollte: nämlich über den Windmesser. 


Neben dem iPod, dem Kindle eBook, dem SPOT Tracker, der GoPro und dem Navi bereichert der Windmesser meine nach oben hin offene Elektronikkiste. Ich habe ja schon mehrfach gelesen, dass die Winde in Patagonien an Intensität und Urgewalt kaum zu übertreffen sind, insbesondere, weil sie so stetig und immer aus der selben Richtung blasen. Und das gilt es zu überprüfen. In einem Selbstversuch habe ich bei einem Pusteversuch gegen das kleine Windrädchen schon mal satte 167 km aufs Display vorgelegt... Ob die Winde Patagoniens das auch schaffen?

   

Demnächst werde ich den Rest meiner Ausrüstung vorstellen.


Sonntag, 22. Dezember 2013

Ein neues Abenteuer beginnt




In den vergangenen zwei Jahren hat sich das auf der Weltreise etwas abgekühlte Fernweh wieder neu belebt. Das ist wie ein Virus, den man nie ganz los wird. 2012 waren Martina und ich auf dem Balkan unterwegs mit Michi, Uli und Heli. Das war auch gleichzeitig die Abschiedsreise mit meiner wundervollen BMW F 800 GS, die es auf fast 80.000 km fast störungsfrei gebracht hat, ohne einen einzigen Umfaller.



In diesem Spätsommer sind wir dann in Südfrankreich gewesen mit Wolle und Brigitte, Josef, Taddo, Lui, Olle und Heli. Martina ist da schon die zweite Reise mit ihrer BMW F 650 GS unterwegs, während ich mir im Frühjahr eine neue 800er zugelegt habe.




Ich habe jedenfalls in den vergangenen Jahren festgestellt, dass ich so ohne Weiteres doch nicht auf Fernreisen mit dem Motorrad verzichten kann.

Am 17. Januar 2014 wird also meine Maschine im Bauch eines grossen Containers Richtung Valparaiso verschwinden. Jörg, ein alter Mitstreiter von unserer ersten Südamerika-Tour 2010, hat dankenswerterweise die Logistik dafür übernommen, was ihm gar nicht hoch genug anzurechnen ist.

In den nächsten Tagen werde ich immer mal wieder diesen Blog aktualisieren und Euch auf dem Laufenden halten.
Jetzt wünsche ich Euch allen erstmal ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.  



BMW unterstuetzt mein Projekt mit der Fahrerausstattung


Das Heidenau Reifenwerk unterstuetzt mich mit einem Satz K 60 Scout


Touratech unterstuetzt mich mit reichhaltigem Motorradzubehoer 

 

Montag, 26. September 2011

Ende einer Dienstfahrt



Naturlich waren Wolle und ich die Ersten, die auf dem Jugendzeltplatz in der Rhoen eintrafen. 15 Minuten vor der angepeilten Zeit von 20:oo h standen wir vor verschlossenen Tueren, ein Anruf bei Taddo hat uns allerdings zum Schluessel gefuehrt und dann ins Warme.

Was auf unserem Jahrestreffen nun alles besprochen wurde, geht aus den Protokollen hervor und tut hier auch nichts zur Sache.

Schoen war, dass Heli uns einen kleinen Bildervortrag gehalten hat ueber die Zeit von Almaty bis Bukhara und mich noch einmal hieingezogen hat in meine juengste Vergangenheit.
 

Am Sonntag musste ich nun zum wiederholten Male Abschied nehmen von meinen Freunden und von Wolle, und ich musste der Realitaet ins Auge sehen, dass mit der Einfahrt nach Berlin ein neues Kapitel im Buch meines Lebens geschrieben werden wird.

Ein wenig stolz war ich schon, als mir der Berliner Baer auf der Avus entgegen sprang, darauf, die etwas ueber 36.000 km so voellig unbeschadet ueberstanden zu haben, ohne Unfall, ohne Umfaller, ohne Diebstahl und nur mit geringen Reibungsverlusten an Kameras und anderem Equipment.

Damit endet meine Geschichte von der wohl laengsten Rueckreise von der Arbeit nach Hause.

Wer mehr ueber die Reise und ihre Vorbereitung in Erfahrung bringen moechte, oder Anregungen und Kritik loswerden moechte, kann mich unter

HPauls2000@verizon.net

gern persoenlich ansprechen.






Sonntag, 25. September 2011

Ungarn und die Slowakei

Do, 22.09.


Von Budapest aus sind wir über Kleinststrassen nach Norden gefahren. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in der Gruppe. Einfach mal hinterher fahren können ohne die Führung übernehmen zu müssen, einfach nur folgen und gelegentlich ein Bildchen hierhin, dann dorthin schiessen...



Was natürlich auch heisst, dass ich keine Ahnung hatte, wo wir eigentlich waren. Einmal sind wir mit einer Fähre über die Donau übergesetzt, ein anderes Mal waren wir auf der Suche nach dem geografischen Mittelpunkt Europas. 


Das gestaltete sich aus mehreren Gründen schwierig. Zum einen hatte Marianne, die Frau und Sozia von Marco, nun so gar keine Lust, hinten auf dem Motorrad über schwierigstes Geläuf mitzufahren, ganz gleich, ein wie sicherer Fahrer Marco auch sein mag, zum anderen frage ich mich, wer hat das denn berechnet und wann?  Ist Kasakhstan nun Europa, weil es auch in der UEFA ist? Und Israel? Egal, wir sind diesem Punkt jedenfalls ganz nah gewesen, und wenn die Strasse etwas besser gewesen wäre, hätten wir da auch das Gruppenfoto geschossen.


Trotzdem fand ich die wenigen Tage wie Balsam für meine geschundene Seele. Meine geliebte Martina an meiner Seite, mein Bruder Wolfgang immer in der Nähe, von Marco hervorragend ausgesuchte Strecken durch den Südosten der Slowakei mit ihren Rolling Hills und dem Geruch von umgegrabener Erde nach der Ernte. Ein Motorrad ohne Mucken und abends nette Pensionen mit gutem Essen und reichlich Bier. Dazu überaus netten Gesprächsstoff... was will man mehr...?


Meine Unkenntnis über die geografische Grosslage hat Wolle und mir einen echten Schreck versetzt, als wir feststellten, dass wir noch 1.200 km bis zum Treffen mit anderen Freunden - lange geplant und Wolle ist 1. Vorsitzender des Vereins - zu fahren hatten und so haben wir uns ein wenig überstürzt von den Anderen verabschieden müssen und sind immer Richtung Westen gefahren, um einigermassen rechtzeitig am Freitag in der Rhön zu erscheinen.


Glücklicherweise hatten wir noch Lebensmittel, Chips, Schokolade, Bier und Wein und so stand unserem Abschiedscampen nichts im Wege.