Marokko 2015 Motorradrallye

München +++ Monaco +++ Marrakesch

Donnerstag, 27. März 2014

BMW, Aconcagua, Wein







Ich erreichte Mendoza am Sonntag mit hässlichen Knarzgeräuschen von der Kette. Den Sonntag habe ich zu einem netten Spaziergang genutzt und bin von einer Demo in die nächste gekommen. Erst dachte ich ja, die hauen sich gegenseitig was auf die Mütze. Stimmte aber gar nicht. War eher so ‘ne Art Sterndemo. Den Grund hat mir jemand auf spanisch erklärt und so kam es mir auch gleich vor... 


edles "Gefaengnis" fuer meine Maschine im Innenhof des Hostels



Im Hostel nahm ich gleich mal die Wama fuer geraume Zeit in Anspruch. Abends habe ich ein kleines Gitarrenkonzert gegeben, 2 Argentinier konnten auch ziemlich gut spielen, einer sogar excellent singen. Immer in Konkurrenz zur Jugend, die aus der Kueche kurzerhand eine Rockkonzerthalle gemacht hatte, waehrend sie kochte und zur Happy Hour den kostenlosen Wein, immerhin 5 Liter, allein platt machte. Wie die jungen Leute dann noch bis 4 nachts Party machen und trotzdem zum Fruehstueck am Buffet erscheinen konnten, ist mir echt schleierhaft. Jau und am Montag war Feiertag. Schöne Scheisse. Das hätte mir ja auch mal jemand sagen können. Genug Leute wussten ja von meinem Vorhaben bei BMW. 



Deshalb habe ich noch einen Ruhetag eingelegt und bin jetzt bei BMW, as we speak. Der Spass soll 600 U$ kosten, Teile sind teurer als bei uns, Arbeit billiger. Immerhin bin ich gleich drangekommen, auch Dank der Hilfe von Virginia, die sehr gut englisch sprechende Rezeptionistin hier bei Genco-BMW. Also: Waesche: check, Inspektion: gleich check, die Fahrt zum Aconcagua scheint allerdings eine Enttaeuschung zu werden. Gestern noch war strahlend blauer Himmel. Ich wollte die allseits gepriesene Nordroute fahren, weil man da den Monsterberg besonders gut sehen soll. Gesperrt. Die Suedroute bringt glatt einen Umweg von 150 km ein. Das war ueberhaupt erst derGrund, warum ich noch einen Tag in Mendoza verbracht hatte, weil der Tag eh schon so weit fortgeschritten war. Und heute ist alles bedeckt. Scheisse. Jetzt warten wir mal, wie es hier weiter geht. ich habe noch 8 Tage, um bis Arica zu kommen. Das sind etwa 2500 km, das meiste davon Asphalt. Das hoert sich doch echt machbar an.






Das Motorrad schnurrt wieder wie neu. Danke, Genco. Die Truppe war schnell, freundlich und entgegenkommend bei der Preisgestaltung. Ein klitzekleiner Wermuthstropfen war allerdings, dass der Mecanico nur die Kette und den Bereich, an welchem er arbeiten musste, mit dem Hochdruckreiniger abgekärchert hat und nicht auch noch eben schnell über den Rest gegangen ist...


 
Riesengoldklumpen als Berg verkleidet
 Ich bin dann gleich los zum Aconcagua. Auf dem Weg dahin bin ich auf eine echte Goldader gestossen, von der wohl noch niemand weiss. Jedenfalls sah das ganz so aus. Ich bin da möglicherweise ‘ner Riesensache auf der Spur...Der Aconcagua  ist ja nicht nur Amerikas höchster Berg, sondern auch die höchste Erhebung der südlichen Hemisphere. 

da in der Luecke lauert er

das koennen die Alpen nicht...

Als ich dann dort war, hat er mir nur seine Füsse gezeigt, der Rest nebelte im Diffusen vor sich hin. Egal. Ich hatte ihn ja schon mal 2010 mit Martina in voller Schönheit zu sehen bekommen. Der Grenzübergang hatte dann echt was Kaffkaeskes an sich. Ich brauchte 6 Stempel, einige von den gleichen Leuten mehrmals, dann hat mich noch so’n Oberaffe alles auspacken lassen, “zu meinem Schutz” und hat dann seinen eigenen Stempel vergessen, sodass ich nicht aus dem Grenzgelände konnte. Ich bin also vom letzten Konntrollhäuschen mit singenden Reifen und Dauerhupe in die Abfertigungshalle gestürmt und habe erstmal alle angebrüllt, man möge den Oberaffen herschaffen, damit er mir endlich seinen Stempel gibt. Da waren dann aber schon 3 andere Herrschaften kreuzbrav zur Stelle und gaben mir das begehrte Tintensiegel, damit ich endlich mit dem Gehupe aufhören möge. Na also. Geht doch. 



Abends traf ich Alois und Klaus aus der Nähe von Neumünster. Die beiden sind mit gemieteten Maschinen unterwegs, da sie nur 3 Wochen im Land, und zwar nur in Chile, weilen können. Wir haben uns über Landwirtschaft, Milch trinken, Weltreisen und drakonische Strafen bei Überschreitung der H öchstgeschwindigkeit in Chile unterhalten.


mit Nebel fruchtbar


 
gleich nebenan, ohne Nebel Wueste
kalt und langweilig... der Pazifik
 Heute bin ich gut voran gekommen. Wie gesagt, die Maschine schnurrt wie eine Biene. An der Küste war es saukalt, diesig und neblig, weshalb ich auf kleinere Strassen im Landesinneren ausgewichen bin. 25° plus war ‘ne echte Ansage. Die Fahrt führte mich durch Obstplantagen und riesengrosse Weinanbaugebiete. Das schmeichelt dem Auge und der Nase. Ausserdem war ich fast allein unterwegs. Jetzt bin ich wieder mal in einer Cabana und leiste mir eine supernette Unterkunft für 56 U$. Billiger geht in dieser von zahlungskräftigen Weintouristen verwöhnten Gegend nicht.

so 'ne Art chilenische Motivklingel
 
Obst und Wein, soweit das Auge reicht








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen